Nun beginnen die letzten Tage dieses Jahres. Rückblickend sind einige Erinnerungen klar im Kopf, manch andere sind verblasst und wage. Und einige unserer Erlebnisse des Vergangenen Jahres sind komplett aus unserem Hochleistungsaggregat Gehirn wegrationalisiert. Unser Gehirn ist ein Spannendes Gebilde. Unglaublich, aber wahr, mit nur 2 % unseres Körpergewichtes verbraucht es 20 % des Sauerstoffes in unserem Blut. Das sind ungefähr 75 Liter O2.
Dennoch ist unser Gehirn ein Enegeriesparmonster. Überall wo es geht, spart es Energie. Oder kannst du dich noch an deinen Arbeitsweg im Detail erinnern? Das nennt man Autopilot. Eigentlich denkst du gar nicht mehr nach beim Fahren, völlig automatisiert legst du den Gang im Auto ein, fährst die dritte Straße rechts, dann die zweite links und parkst auf immer dem gleichen Parkplatz, weil du immer zur gleichen Zeit am gleichen Ort ankommst.
Genau das passiert auch mit unseren Erinnerungen. Sie verblassen, werden interpretiert oder sind mit emotionalen Ankern verhaftet.
Als ich vor eine paar Wochen mit Andreas, einem Bekannten von mir, zufällig sprach kamen wir auf genau das Thema der Erinnerungen und den Ritualen am Silvester zu sprechen.
Er beschrieb mir seinen spannenden und recht nachhaltigen Ansatz des Jahres Rückblicks:
„Also wir machen das so“, sprach er, „Wir haben auf unserer Fensterbank im Wohnzimmer zwischen den Blumen, die über das Jahr blühen, eine gläserne Vase stehen. Zu Beginn des Jahres ist sie leer, doch über das Jahr füllt sie sich mit Schnipseln, Zettel, Karten, Quittungen und vielleicht auch Aufklebern oder Giveaways. Das sind keine Wahllosen Zettel und Quittungen. Es sind Eintrittskarten in Zoos, Schwimmbäder, Konzerte oder Museen oder Quittungen von Events, einem romantischen Essen, besonderen Dingen, die wir uns geleistet haben oder einem Kurzurlaub, den wir uns geleistet haben. Manchmal sind auch Zeitungsartikel darin, Fotos oder ein handgeschriebener zettel, sodass gute Erinnerungen wieder ins Gedächtnis gerufen werden können.
Zu Silvester Essen wir gemeinsam und schütten die gefüllte Vase auf den Tisch. Wir betrachten uns all die schöne Erinnerungen und beschließen das vergangene Jahr mit wundervollen Erlebnissen, Erfolgen, der Selbstfürsorge mit uns selbst und positiven Gedanken.“
Ein schönes Ritual dachte ich mir und nahm mir vor, das für das kommende Jahr einzuführen. Ich kenne Erfolgs Journale für die Tägliche Arbeit an mir selbst, bei dem ich täglich das aufschreibe, was ich erreicht habe. Doch ist so eine positive Kraft-Sammlung zum Ende des Jahres eine großartige Ergänzung und ein richtig toller Zündstoff, um in das neue Jahr zu starten.
In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen spannenden Jahres Ausklang und einen Kraftvollen Start ins das neue Jahr mit vielen spannenden Projekten und Vorhaben.
Ich für meinen Teil werde nun unsere Silvesterparty mit Band und Grill auf der Terrasse vorbereiten.
Ich wünsche euch einen guten Rutsch
Eure Doris